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  [CONCEPT FILM (II). Film als Ressource in der zeitgenössischen Medienkunst]

SHOW
Arti et Amicitiae
Rokin 112, 1012 LB, Amsterdam, Niederlande
04.04-17.05.2009

Di-So 12-18h

Eröffnung: 3.4.2009, 20h

Kurator: Norbert Pfaffenbichler

Rahmenprogramm:
Katalogpräsentation UNFINISHED BUSINESS. Dutch Abstracts, 3.4.2009, 19.30h

Dank an: BMUKK Wien, Kunstsektion, Arti et Amititiae, Amsterdam
Im Amsterdamer Kunstverein Arti et Amicitiae läuft vom 4. April bis 17. Mai die zweite Ausstellung der Reihe CONCEPT FILM.

In der Amsterdamer Ausstellung werden Arbeiten zeitgenössischer KünstlerInnen präsentiert, die das Medium Film als Ausgangspunkt für konzeptuelle Werke heranziehen. Es werden Exponate ausgestellt, die sich mit der Verräumlichung des Mediums Film jenseits des Dispositivs Kino beschäftigen. Es handelt sich dabei um audiovisuelle Installationen, im Rahmen derer Bewegungsbilder in Kombination mit realen Environments präsentiert werden. Virtuelle und reale Architekturen werden zueinander in Beziehung gesetzt, um – je nach Intention der KünstlerInnen – einander zu ergänzen oder dialektisch in Opposition zu stehen. Das Publikum kann im Rahmen von komplexen, räumlichen Settings die analytischen und dekonstruktiven künstlerischen Arbeitsprozesse intellektuell nachvollziehen und de facto physisch mit- bzw. nacherleben.
Es werden jeweils unterschiedliche Aspekte des Phänomens Film analysiert und dekonstruiert, wie etwa die technische Grundlage der Bewegungsillusion (Gebhard Sengmüller), codierte Raumwahrnehmungen (Lotte Schreiber), elliptische Erzählstrategien (Ben Pointeker) oder das komplexe Verhältnis von Bild und Ton (Dariusz Kowalski).
Die Herauslösung der zweidimensionalen Bewegungsbilder aus dem Kinokontext löst komplexe, essentielle Tranformationsprozesse aus. Das zwingende Blickregime des Kinos wird abgelöst durch einen autonomen, frei flottierenden Blick, aktive Anteilnahme tritt an die Stelle von passiven Konsumverhalten. Eskapismus wird zugunsten einer Bewusstmachung von apparativen- und Wahrnehmungs-Prozessen verunmöglicht. Mit den üblichen Konventionen der audiovisuellen Erzähltechniken wird dabei gebrochen.

Dariusz Kowalski, Ben Pointeker, Lotte Schreiber, Gebhard Sengmüller

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Ben Pointeker, a lucia, 2001. Mit Julia Lazarus, Filmstill.

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