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  [SKULPTUR. Helmut Mark]

SHOW
Kunstverein Medienturm
Josefigasse 1, 8020 Graz
07.03-26.04.2008

Di - Fr 14.00 - 18.00
Sa 10.00 - 14.00

Eröffnung:
06.03.2008 19.00 Uhr

Künstlergespräch:
12.04.2008, 16 Uhr, Helmut Mark, Reinhard Braun

Kuratorenführungen:
13.04., 13 Uhr, Adam Budak
26.04., 11 Uhr, Reinhard Braun
1963 protestieren Henry Flint und Jack Smith in einer Aktion vor dem Museum of Modern Art in New York mit den Slogans „Demolish Art Museums“ und „Demolish Serious Culture“ gegen die Festschreibung von Kunst und Kultur durch die Institution Museum. Im Jahr 2008 präsentiert Helmut Mark in der Ausstellung im Medienturm in Graz unter anderem ein kleines Demonstrationstransparent, auf dem handschriftlich „Revolution“ geschrieben steht.
Helmut Mark wurde in den 1980er Jahren mit Videoskulpturen bekannt, die im Rahmen der umfangreichen Debatten über den Einfluss von neuen Medien auf die Gesellschaft die Frage nach der Rolle künstlerischer Praktiken und ihrer traditionellen Formen Malerei und Skulptur kritisch aktualisierten. In der ersten großen Einzelausstellung seit mehr als zehn Jahren führt er nun diese Debatten in einem erneut veränderten gesellschaftlichen Umfeld weiter: Inwiefern lassen sich Objekte noch als Bedeutungsträger inszenieren? Wie verhält es sich mit den durch die permanente Erweiterung des Kunstfeldes möglich gewordenen Optionen zur Handlung und Agitation heute? Werden politische Momente im Rahmen von Kunst aktiviert oder stillgestellt? Gilt es nach wie vor, die Kunstmuseen zu attackieren?
In diesen Arbeiten der letzten Jahre verdichten sich somit Analysen und Reflexionen über die Kongruenz von Medien und Öffentlichkeit, über den gewandelten Status von Objekthaftigkeit bzw. über den prekären Zustand von gesellschaftlichen Austauschverhältnissen angesichts der Verflüssigung des Politischen im Ökonomischen: Ermöglichen gegenwärtige gesellschaftliche Verhältnisse überhaupt noch die radikale Kritik kultureller Verhältnisse oder gar so etwas wie Revolution zu denken?
Die Präsentation im Grazer Medienturm, die erste große Einzelausstellung des Künstlers seit mehr als zehn Jahren, zeigt somit einen Überblick und einen aktuellen Einblick in eine künstlerische Position, die in ihrer Kontinuität und Konsistenz einen wichtigen Beitrag zur Debatte zeitgenössischer Skulptur und ihrer Möglichkeiten darstellt. Helmut Mark präsentiert sich damit nach wie vor als einer der wichtigsten österreichischen Künstler seiner Generation.

Reinhard Braun

Helmut Mark

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Helmut Mark, REVOLUTION, 2006. Foto: Gebhard Sengmüller

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