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  [ETERNITY. Sylvie Fleury / Isabelle Heimderdinger / Gerwald Rockenschaub]

SHOW / ON SITE
Verein Medienturm
Großmarktstraße 8b, A-8020 Graz
23.11.2000

Sylvie Fleury interpretiert Bilder einer fetischisierten, gemeinhin weiblich kodierten Warenwelt, die wir aus dem Design, der Modeindustrie oder – wie in der hier gezeigten Videoarbeit „Daikoku“ – aus der Autoindustrie kennen. Trendige Produkte wie Protagonisten aus dem Bereich „Life Style“ werden in Fleurys Arbeit überhöht und antizipiert dargestellt, um gleichzeitig auf die dahinter liegenden Sehnsüchte und Wünsche hinterfragt zu werden.
Zentrales Thema Isabell Heimerdingers ist die Durchdringung von kinematografischer Welt und Alltagsrealität, wobei sie sich seit einigen Jahren vorrangig mit der Figur des Schauspielers beschäftigt hat. In fotografischen wie filmischen Versuchsanordnungen lotet sie die zum Teil subtilen Unterschiede zwischen gespieltem und authentischem Verhalten, zwischen Pose und „echtem“ Ausdruck, zwischen Rolle und Identität aus. Die Auseinandersetzung mit Oberflächen und Funktionen unterschiedlichster Materialien ist ein wesentliches Interesse von Gerwald Rockenschaub, der dabei eine tendenziell post-minimalistische Formensprache durchspielt. Rockenschaub zeigt die projezierte Flash-Animation „o.T.“ (Programmierung: Boris Kopeinig), die in ihren illusionistischen, endlos scheinenden Farbvariationen einen abstrahierten Kontrapart zu Fleurys und Heimerdingers Arbeiten aufmacht.

Die DJ-Formation „Super Harvard Architects“ (Nikolaus Passath, Martin Sägmüller) liefert den adäquaten akustischen Soundteppich, um drei (vordergründig) so unterschiedliche künstlerische Positionen zu befragen.

Sylvie Fleury, Isabell Heimerdinger, Gerwald Rockenschaub

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Isabell Heimerdinger, I close my eyes, 1997. Video.

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