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  [VIDEOPHILOSOPHIE. Maurizio Lazzarato]

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Verein Medienturm
Großmarktstraße 8b, A-8020 Graz
21.06.2001

Maurizio Lazzarotos aktuelles Buch VIDEOPHILOSOPHIE entstand aus der Begegnung mit der Arbeit der Kölner Künstlerin Angela Melitopoulos. Ihre Weise zu filmen, zu schneiden und die Beziehung zwischen Bild und Welt zu denken, regte Maurizio Lazzaroto dazu an, eine „Ontologie“ des Videos zu schreiben. Im aktuellen Videoband von Angela Melitopoulos „Passing Drama“ lässt sich diese Ontologie „sehen“. Das Videobild wird hier zum Echo der Bewegungen der großen Deterritorialisierten (Deleuze/Guattari), dem migrantischen Proletariat. Das Bild zeigt sich dem Gedächtnis (der Montage) nicht als Ikone, sondern als eine Verkettung von Punkten und Linien. Das Videobild resultiert aus Linien und Verwebungen. Anders als ein Gewebe webt und verwebt sich das Videobild unablässig nach immer neuen Motiven. In der letzten Arbeit von Angela Melitopoulos haben die Bilder von Webmaschinen nicht nur die Funktion soziologischer Beschreibung, sondern bilden gleichzeitig das Paradigma der Bildkonstruktion. Muss man daran erinnern, dass Weben für Platon Metapher des Politischen war?

Maurizio Lazzarato