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  [MICRO SOUNDS. Farben, Monolake, Tonto]

LIVE ACTS
Herbstbar
Angergasse 41-45, A-8010 Graz
16.11.2002

Flankierend zum gleichnamigen Panel soll die MICRO SOUNDS CLUBNIGHT die vier Bereiche Mediendesign, Medienkunst, Minimal-Techno und klassische Sound Art in Bild und Ton abdecken. Die Clubnight stellt eine Symbiose dieser Teilaspekte dar und bietet einen Einblick in die diesbezüglich relevanten Kunstformen.

Für Robert Henke aka Monolake ist der Club als akustischer Raum tendenziell eine Beschneidung elektronischer Potentiale; von Monolakes Position aus wirkt die Fixierung auf Tanzen/Lounging als Konfiguration des Physischen fast bieder. Es gibt keine Hindernisse, sich in die kompromisslosen Immanenzen hineinzubegeben. Dem in Techno oft wiederkehrenden punkigen Gestus des „Wegrockens von Architektur“ stellen Monolake viele Architekturen entgegen wie Ginza, Maccau, Gobi.

Jan Jelinek aka Farben füttert seinen Sampler mit Jazzsequenzen aus den 1960ern, zerschnippelt diese in Sekundenloops und moduliert diese dann solange, bis ein großartiges, raumfüllendes Arrangement entstanden ist. Vergleichbar mit dem Moiré-Effekt aus der Malerei entsteht so eine künstliche Tiefe aus Rauschen, Knacksen und technoidem Sound, ein stets nach vorn treibender Klangteppich, bei dem eigentlich nicht viel passiert, weshalb er so spannend klingt.

Das Grazer Label und Künstlerkollektiv tonto operiert innerhalb recht strikter Zeitabfolgen mit vielschichtigen, minimalistischen Micro-Sounds. Ein dreistündiger Live Act aus den Bereichen elektronische Musik und Video-Kunst basiert auf diesem theoretisch und künstlerisch entwickelten Ansatz. Ziel des organisch wachsenden Labels tonto ist es, dass jeder Aktive einen Verknüpfungspunkt zu neuen und für tonto relevanten Acts darstellt.

Harald A. Wiltsche

Jan Jelinek / Farben, MONOLAKE, Tonto

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MONOLAKE, MICRO SOUNDS, 2002. Live-Act.

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