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  [G.S.I.L. Lia]

SHOW / ON SITE
Kunsthaus Graz
am Landesmuseum Joanneum Lendkai 1, A-8020 Graz
08.10-07.11.2004

BIX Fassade
Die Ausstellung des mehrteiligen Video-Projekts G.S.I.L. der Medienkünstlerin Lia wird im Kunstverein Medienturm und auf der BIX Fassade des Kunsthaus Graz gezeigt. Im Kunstverein Medienturm sind einige exemplarische Videoarbeiten der gleichnamigen Serie in einem installativen Zusammenhang zu sehen.
Lias medienkünstlerische Intervention „INT.5_27/G.S.I.L.XXXI“ schafft eine temporäre Architektur, die Fragestellungen von „Site-Specifity“ auf Grundlage einer audiovisuellen Interpretation nachgeht. Als visuelles Ausgangsmaterial für die Bespielung der BIX Fassade des Kunsthaus Graz wird Lias Video „INT.5_27/G.S.I.L.XXX“ (Sound:@c; Plug-in: Geoff Smith) der EDITION Medienturm auf die Besonderheiten des Ortes hin adaptiert. Eine generative Applikation reagiert auf eine externe Soundquelle, in diesem Fall auf Umgebungsgeräusche auf der Hauptbrücke gegenüber des Kunsthaus Graz, die mittels Funk an die Steuerungseinheit (W-LAN) der BIX Fassade übertragen und letztlich in visuelles Material übersetzt werden. Reduzierte grafische Grundelemente reagieren mit Änderung ihrer Position, Rotation und Größe und geben so ein abstrahiertes visuelles Feedback auf den ortsspezifischen Sound.
Der Medientheoretiker Christian Höller sieht in Lias Arbeitsweise eine reduziert-suggestive Charakteristik: „In den digitalen Videoproduktionen der Grafikprogrammiererin Lia dominieren Muster und Prozesse einer komplexeren Mathematik. Synchron zu den begleitenden Soundtracks bilden diese seriell-wuchernde, bisweilen auch poetisch verdichtete Formen. In der bislang 30 Teile umfassenden Reihe G.S.I.L., meist zur Musik des portugiesischen Elektronik-Duos @c, sind es stets zwei, drei reduzierte Grundmuster, die phasengenau auf die Beats und Bleeps der musikalischen Vorgabe abgestimmt sind. Elektronische Trägersignale werden in – je nach musikalischem Input-Level – dichtere oder weniger dichte Schraffuren übersetzt, die gleichsam ‚auto-poetisch’ die Bildfläche aufzufüllen beginnen. Das Resultat sind flirrende Electronica-Arabesken, unablässig wachsend und wieder verblassend, oder anders gesagt: ein Psychotest für fortgeschrittene Minimalisten.“

Lia

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Lia, Int.5_27/G.S.I.L.XXX, 2004. Video. Courtesy Edition Medienturm, Graz

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